Warum verändert sich die Kollagenproduktion mit dem Alter?

Warum verändert sich die Kollagenproduktion mit dem Alter?

Kollagen begegnet uns inzwischen überall - in Hautpflege, Beauty-Produkten und Nahrungsergänzungsmitteln.

Doch warum wird Kollagen eigentlich gerade mit zunehmendem Alter so interessant?

Die Antwort liegt nicht darin, dass unser Körper plötzlich aufhört, Kollagen zu produzieren. Vielmehr verändert sich mit den Jahren das Gleichgewicht zwischen Kollagenbildung, Kollagenabbau und der Qualität der bereits vorhandenen Kollagenfasern.

Um das zu verstehen, lohnt sich zuerst ein Blick darauf, was Kollagen überhaupt ist.

Was ist Kollagen?

Kollagen ist das häufigste Protein im menschlichen Körper.

Es bildet einen wichtigen strukturellen Bestandteil von Haut, Knochen, Sehnen, Bändern, Knorpel und anderem Bindegewebe.

Dabei gibt es verschiedene Kollagentypen.

Typ-I-Kollagen ist die häufigste Form im menschlichen Körper und kommt unter anderem besonders reichlich in Haut, Knochen und Sehnen vor.

Man kann sich Kollagen vereinfacht als Teil des strukturellen Gerüsts vorstellen, das Geweben Festigkeit und Stabilität verleiht.

Unsere Haut produziert Kollagen nicht einfach einmal und behält es dann für immer.

Das Gewebe befindet sich in einem ständigen Umbau.

Warum verändert sich Kollagen mit dem Alter?

In der Haut wird Kollagen vor allem von sogenannten Fibroblasten produziert.

Fibroblasten sind Zellen im Bindegewebe, die unter anderem Kollagen und weitere Bestandteile der extrazellulären Matrix herstellen.

Mit zunehmendem Alter verändert sich ihre Aktivität.

Die Kollagenneubildung nimmt ab, während gleichzeitig Veränderungen an den bereits vorhandenen Kollagenfasern auftreten. Älteres Kollagen kann stärker fragmentiert sein und die Organisation der Fasern verändert sich.

Dadurch verändert sich mit der Zeit auch die Struktur der Haut.

Wissenschaftliche Untersuchungen bringen die Hautalterung unter anderem mit einem Rückgang des Kollagengehalts, geringerer Elastizität und Veränderungen der Hautdicke in Verbindung.

Es passiert also nicht nur eine Sache.

Der Körper bildet weniger neues Kollagen, während sich gleichzeitig die Qualität und Struktur des vorhandenen Kollagennetzwerks verändert.

Bei Frauen spielen auch Hormone eine Rolle

Für Frauen gibt es noch einen weiteren wichtigen Faktor: Östrogen.

Die Haut besitzt Östrogenrezeptoren und reagiert auf hormonelle Veränderungen.

Mit der Menopause sinkt der Östrogenspiegel deutlich. Dieser Rückgang wird mit einer reduzierten Kollagenbildung sowie Veränderungen von Hautdicke, Elastizität und Feuchtigkeitsgehalt in Verbindung gebracht.

Studien zeigen, dass der Kollagengehalt der Haut besonders nach der Menopause deutlich abnehmen kann.

Das erklärt auch, warum viele Frauen Veränderungen ihrer Haut nicht nur langsam über Jahrzehnte bemerken, sondern rund um die Wechseljahre teilweise deutlicher wahrnehmen.

Die Haut kann trockener erscheinen, an Elastizität verlieren und dünner werden.

Alter ist nicht der einzige Faktor

Unsere Gene und das natürliche Altern sind nur ein Teil der Geschichte.

Auch äußere Faktoren beeinflussen Kollagen.

Besonders wichtig ist ultraviolette Strahlung.

Langfristige Sonnenexposition kann Prozesse fördern, die Bestandteile der extrazellulären Matrix und damit auch Kollagen abbauen.

Genau deshalb gehört lichtbedingte Hautalterung zu den wichtigsten äußeren Faktoren der Hautalterung.

Auch Rauchen und oxidativer Stress können Prozesse fördern, die strukturelle Proteine der Haut beeinträchtigen.

Das bedeutet: Zwei Menschen im gleichen Alter können einen sehr unterschiedlichen Hautzustand haben.

Genetik, Hormone, Sonnenexposition, Ernährung, Rauchen und der allgemeine Lebensstil spielen gemeinsam eine Rolle.

Was bedeutet hydrolysiertes Kollagen?

Normales Kollagen ist ein sehr großes Protein.

Bei hydrolysiertem Kollagen wird dieses Protein durch einen kontrollierten Prozess in kleinere Peptide zerlegt.

Diese kleineren Proteinfragmente werden als Kollagenpeptide bezeichnet.

Nach der Einnahme werden Kollagenpeptide im Verdauungstrakt weiter verarbeitet. Aminosäuren und bestimmte kleine Peptide können anschließend aufgenommen und im normalen Protein- und Aminosäurestoffwechsel verwendet werden.

Deshalb findet man bei Kollagenprodukten häufig Angaben wie „hydrolysiert“ oder eine Molekülgröße in Dalton.

Dalton ist eine Einheit für die Molekülmasse.

Je kleiner die angegebene Molekülgröße, desto stärker wurde das ursprüngliche Kollagen in kleinere Peptide aufgespalten.

Was sagt die Forschung zu Kollagen als Nahrungsergänzung?

Hydrolysiertes Kollagen wurde inzwischen in zahlreichen klinischen Studien untersucht.

Mehrere systematische Übersichtsarbeiten berichten Verbesserungen bei Parametern wie Hautfeuchtigkeit und Elastizität nach regelmäßiger Einnahme von Kollagenpeptiden.

Die wissenschaftliche Diskussion ist allerdings noch nicht abgeschlossen.

Neuere Auswertungen zeigen, dass die Stärke der Ergebnisse davon abhängen kann, welche Studien berücksichtigt werden, wie hochwertig diese sind und wie sie finanziert wurden.

Das ist ein wichtiger Punkt.

Kollagen ist wissenschaftlich interessant und es gibt positive klinische Daten - aber es sollte nicht als Produkt dargestellt werden, das Hautalterung stoppt oder verloren gegangenes Kollagen einfach vollständig ersetzt.

Viel sinnvoller ist es, Kollagen als Teil einer langfristigen Beauty- und Ernährungsroutine zu betrachten.

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Die Peptide sind auf eine Molekülgröße von etwa 1.500 Dalton hydrolysiert.

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Das Produkt wird außerdem unabhängig auf Schwermetalle und mikrobiologische Reinheit geprüft.

Warum Kollagen mit dem Alter interessanter wird

Wir können den natürlichen Alterungsprozess nicht stoppen - und das sollte auch nicht das Ziel sein.

Aber wir können verstehen, was sich verändert.

Mit zunehmendem Alter wird weniger neues Kollagen gebildet, während sich gleichzeitig die Struktur des vorhandenen Kollagens verändert.

Bei Frauen können die hormonellen Veränderungen rund um die Menopause diesen Prozess zusätzlich beeinflussen.

Sonnenexposition und andere äußere Faktoren wirken ebenfalls auf das Kollagennetzwerk der Haut.

Genau deshalb wird eine langfristige Routine immer wichtiger.

Sonnenschutz, eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Protein, ein gesunder Lebensstil und bei Interesse hydrolysiertes Kollagen können unterschiedliche Teile dieser Routine bilden.

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Denn Kollagen verändert sich mit dem Alter.

Und je besser man versteht, warum das passiert, desto bewusster kann man mit dem Thema umgehen.